Die nordirische Hauptstadt Belfast entdecken

Unsere Städtetour führt uns für ein verlängertes Wochenende nach Belfast, in irischer Sprache Béal Feirste. Die nordirische Hauptstadt ist mit etwa der Hälfte der Einwohnerzahl Dublins die zweitgrößte Stadt Irlands. In der lebendigen Innenstadt gibt es seit Jahrzehnten eine großartige Pub- und Musikszene. Bekannt ist Belfast als Stadt, in der Anfang des 20. Jahrhunderts die Titanic gebaut wurde, damals das größte Passagierschiff der Welt. Bekannt war sie auch über viele Jahrzehnte als Zentrum des Nordirlandkonflikts.

Ihre Anreise organisieren wir für Sie. Sie führt sie per Flug nach Dublin und danach im Express-Bus von Dublin (Innenstadt oder Flughafen) nach Belfast. Auf dieselbe Weise geht es auch wieder zurück. Unsere Reiseleiterin holt Sie am Belfaster Busbahnhof ab. Sie ist die nächsten Tage mit Ihnen unterwegs. Wir sind in der Belfaster Innenstadt oder in angrenzenden Stadtvierteln untergebracht und sind mit den guten öffentlichen Verkehrsmitteln und zu Fuß unterwegs. Für den Tagesausflug an die Küste haben wir ein Auto zur Verfügung. Natürlich benutzen wir auch die „Black Taxis“, ein spezielles Sammeltaxisystem. Beim Frühstück besprechen wir jeweils den Tag, der typischerweise in einem der vielen Belfaster Pubs endet.

Irland

4 Tage

Termine

Ganzjährig auf Anfrage

Im kleinen Kreis

2 – 8 Teilnehmer/innen

600,- €

pro Person im DZ (ab 3 Teilnehmer/innen).

Für 2 Personen berechnen wir einen Aufschlag von 200 € pro Person.

Im Preis enthalten

Deutschsprachige Reise(beg)leiterin
An- und Rückreise mit dem Express-Bus aus Dublin (Stadt oder Flughafen)
4 x Tagesticket für die Belfaster Busse
3 Nächte im Hotel oder B&B, DZ mit Bad
3 Mal Frühstück
1 Abendessen in einem guten Restaurant (incl. 1 Getränk)
1 Tagesausflug im KfZ an die Küste

Bei einer Übernachtung im Hostel reduzieren wir den Preis entsprechend.

Nicht enthalten

Einzelzimmer: + 100 € (1/2 DZ für Alleinreisende möglich)
Flug (ca. 100-250 €): Wir buchen gerne für Sie.
Wir buchen für Sie auch gerne eine zusätzliche Übernachtung vor der Anreise oder nach der Abreise.

Buchen Sie per E-Mail oder rufen Sie uns an:

Reiseleiterin

Uschi GrandelDr. Uschi Grandel lebt in Schierling bei Regensburg. Die Geschäftsführerin der Partizan Travel GmbH (beg)leitet Reisen nach Irland, Nordirland, ins Baskenland und nach Schottland. Sie ist auch im Vorfeld Ihre Ansprechpartnerin für unsere Reisen. Kontakt: über Partizan Travel oder uschigrandel.de

Reisebeschreibung

Wir schicken Ihnen auch gerne einen Prospekt per Post oder ein PDF per E-Mail.

Was erwartet uns in Belfast?

In erster Linie erwartet uns eine lebendige Stadt mit guten Restaurants, lebendigen Pubs und offenen Menschen. Der Geschichte Belfasts begegnen wir überall. So ist der Erinnerung an den Schiffsbau in Belfast mit dem „Titanic Quarter“ ein eigenes Viertel gewidmet. Es ist schon imponierend, an der Stelle zu stehen, wo einst die Titanic und ihre Schwester Olympic vom Stapel liefen. Auch Wunden, die der Nordirlandkonflikt geschlagen hat, sind noch sichtbar. Die „interfaces – Trennlinien“, auch „peace walls – Friedensmauern“ genannt, trennen auch heute noch, mehr als zwanzig Jahre nach Abschluß des Friedensabkommens von 1998, irische Viertel von ihren pro-britischen Nachbarn. Wir werfen einen Blick hinter die Kulissen.

Ein Spaziergang entlang der Falls Road im irischen West Belfast, in dem fast ein Viertel aller Einwohner Belfasts lebt, lässt weniger bekannte Geschichte lebendig werden. Die keltischen Kreuze des Friedhofs „City Cemetry“ erzählen von den Bestrebungen des liberalen Belfaster Bürgertums im 19. Jahrhundert, die von der englischsprachigen Elite unterdrückte irische Sprache und Kultur für sich zu entdecken. Belfast war übrigens die erste Stadt Europas, die damals Sklavenschiffen das Anlegen in ihrem Hafen verbot.

Freiräume und Engagement

Gleichzeitig schufteten in der einstigen Industriestadt bis in die 70er Jahre des letzten Jahrhunderts tausende Textilarbeiterinnen unter Bedingungen, wie wir sie heute aus vielen asiatischen Ländern kennen. Conway Mill in West Belfast war eine dieser Leinenfabriken. Aktivist/innen haben die Fabrik mit viel Engagement vor dem drohenden Abriß gerettet und in ein soziales Zentrum verwandelt. Über Jahrzehnte haben sich die Menschen des Viertels diesen und andere Freiräume geschaffen. Sie haben West Belfast damit zu einem der progressivsten Zentren Europas gemacht. Ein Ausdruck des politischen Bewußtseins sind die Wandmalereien, die inzwischen auch Touristen anziehen. Eine lebendige Diskussionskultur und vielfältige Aktivitäten prägen auch heute noch den Stadtteil und seine Bewohner. Fast 80% der Menschen haben hier vor zwei Jahren gegen den Brexit gestimmt. Die irisch-republikanische linke Partei Sinn Féin, mittlerweile stärkste Partei in Belfast, wird in diesem Stadtviertel von zwei Dritteln der Bevölkerung unterstützt. Mit einem oder einer Abgeordneten der Partei reden wir über die irische Geschichte, den Brexit und eine mögliche Wiedervereinigung Irlands.

Gute Küche, lebendige Pubs

Nach vielen spannenden Eindrücken haben wir uns ein Pint zur Entspannung verdient. Wie gut, dass auf der ganzen irischen Insel und auch in Belfast das nächste Pub nie sehr weit ist. Die lokalen Restaurants in West Belfast bieten übrigens eine erstklassige Küche. Natürlich machen wir den Test. Auch sonst bietet Belfast viel und wir sehen uns in einigen anderen Stadtvierteln und der Innenstadt etwas genauer um. Das Rathaus lohnt einen Besuch und am Samstag macht es Spaß, über den St. George Markt zu schlendern. Auch einige unserer Lieblingspubs befinden sich in der Innenstadt.

Der Pfad des Riesen

Für einen Tag verlassen wir Belfast. Zumindest tagsüber. Wir machen einen Ausflug an die irische See. Die „Glens od Antrim“, Täler an der Ostküste im Nordosten von Belfast, werden wegen ihrer Schönheit in vielen traditionellen Liedern besungen. Auch der Giant’s Causeway, der Pfad des Riesen, Weltkulturerbe der UNESCO, ist nicht allzu weit entfernt. Der Sage nach hat der Riese Finn Mac Cool dort riesige Basaltstelen aufgetürmt. Ein paar Kilometer weiter liegt der kleine Hafen von Ballintoy versteckt in einer Bucht.  Er diente der Serie „Game of Thrones“ als Kulisse, in den Belfaster Studios wurde die Serie gedreht.

Die Abende beschliessen wir mit einem gemeinsamen Abendessen und guter Livemusik in einem der Pubs der Stadt. Bald schon heißt es Abschied nehmen. Aber vielleicht bis zum Wiedersehen? Dann sagen wir: Slán go fóill, Béal Feirste!

Highlights

Intensives Erleben in einer kleinen Gruppe
Irische Gastfreundschaft
Pubs und traditionelle Musik
Interessante Gespräche
Belfast auch abseits touristischer Pfade

City Hall: das Belfaster Rathaus erstrahlt je nach Anlass in verschiedensten Farben
Belfast: in und um Kelly’s Cellar ist immer viel los
Das Titanic Quarter in Belfast: Im Hintergrund zeigen Stelen an, wo die Riesenschiffe einst gebaut wurden
Wandmalereien in West Belfast an der „International Wall“, Falls Road: Gedenken an den Osteraufstand von 1916 (links) und die Hungerstreiks von 1981 (rechts)
Der kleine Hafen von Ballintoy ist einer der Drehorte der Serie Game of Thrones